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Beim heutigen Staffelrennen der Damen im Rahmen der Weltmeisterschaft in Lenzerheide (SUI) haben Österreichs Biathletinnen eine echte Sensation nur haarscharf verpasst.
Für Österreich ging zu Beginn Lea Rothschopf ins Rennen. Die Salzburgerin blieb liegend zunächst fehlerfrei, benötigte jedoch stehend alle drei Zusatzpatronen und musste am Ende sogar einmal in die Strafrunde abbiegen. Am Ende übergab sie als 17. (+1:38,3 min.) an Lisa Hauser. Die Tirolerin präsentierte sich anschließend in Top-Form, blieb zweimal fehlerfrei und machte dadurch wieder zahlreiche Plätze gut. Die 31-Jährige positionierte die österreichische Staffel damit zur Hälfte des Rennens auf Rang acht (+1:35,1 min.). Anschließend war Tamara Steiner an der Reihe. Die Steirerin benötigte nach einer fehlerfreien Liegendserie im Stehendanschlag nur eine Zusatzpatrone und übergab als Achte (+2:22,3 min.) an Anna Andexer. Österreichs Schlussläuferin lieferte zum Abschluss eine gewaltige Vorstellung ab, benötigte nur stehend eine Zusatzpatrone und beförderte Österreich damit sogar in die Nähe der Medaillenränge. Letztendlich überquerte die junge Salzburgerin als hervorragende Vierte (+1:50,1 min.) die Ziellinie.
Lea Rothschopf: „Für mich war das heute eine großartige Erfahrung und ich habe mich sehr gefreut, dass ich als Startläuferin hinauslaufen durfte. Ich habe diese Herausforderung mit viel Freude angenommen, bin gut hineingestartet und auch das Liegendschießen hat super funktioniert. Leider sind stehend dann die Fehler zustande gekommen. Ich weiß noch nicht genau, warum, denn im Training hat es eigentlich gut funktioniert und von daher tut das jetzt natürlich umso mehr weh. Am Ende können wir mit diesem vierten Platz aber mehr als zufrieden sein, das ist ein richtig cooles Teamergebnis und ich bin dankbar, dass mich die anderen Mädels heute ein bisschen herausgerissen haben.“
Lisa Hauser: „Ich bin mit meinem persönlichen Rennen heute sehr happy. Ich hatte am Schießstand in der Single-Mixed-Staffel doch ein paar Probleme und umso mehr freue ich mich, dass ich heute wieder mit null Fehlern durchgekommen bin. Man hat heute einfach gesehen, wie schnell es im Biathlon wieder gehen kann. Läuferisch war das auch ein richtig gutes Rennen und ich freue mich wirklich extrem für das gesamte Team über diesen vierten Platz. Das ist ein richtig gutes Ergebnis und ich glaube, wir können heute alle stolz auf uns sein.“
Tamara Steiner: „Über diesen vierten Platz freuen wir uns auf alle Fälle sehr. Heuer haben wir noch nie so ein gutes Staffelergebnis erreicht und dann ausgerechnet bei der WM das bisher beste Ergebnis einzustellen, ist natürlich super. Die WM ist für uns Damen bisher noch nicht ganz so gut verlaufen und von daher hatten wir noch eine Rechnung offen. Dass wir heute so zurückschlagen konnten, ist einfach richtig cool.“
Anna Andexer: „Das war heute ein Mega-Rennen und mit diesem vierten Platz können wir sehr zufrieden sein. Dieses Ergebnis bedeutet uns allen viel, denn wir haben uns bei dieser WM bisher doch ein wenig unter unserem Wert geschlagen. Die Mädels vor mir haben schon eine starke Leistung abgeliefert und ich habe dann einfach versucht, mein Rennen zu laufen. Liegend bin ich gut durchgekommen und auch das Stehendschießen habe ich für meine Verhältnisse sehr gut absolviert. Ich war aber wirklich nervös, denn ich wusste, dass wir um eine Medaille mitkämpfen. Ich habe versucht, möglichst locker zu bleiben und ich glaube, das ist mir auch ganz gut gelungen. Schade, dass sich Bronze um fünf Sekunden nicht ausgegangen ist, aber dieser vierte Platz ist trotzdem richtig schön.“